Auf einen Blick
- Unsere Website läuft auf einem selbst programmierten WordPress-Theme statt auf einem Baukasten.
- Gemessene Ergebnisse: Mediathek 57,9 → 15,4 MB, Datenbank 128,6 → 51,7 MB, Stylesheet 28,1 → 10,9 KB.
- Der größte Posten war nicht die Gestaltung, sondern das, was Baukästen in Datenbank und Beiträgen hinterlassen.
- Entstanden mit KI-Unterstützung — gelesen und freigegeben hat jeden Text ein Mensch.
Warum wir überhaupt angefangen haben#
Unsere alte Seite lief auf einem der verbreiteten Seitenbaukästen. Das war jahrelang eine vernünftige Entscheidung: Man klickt sich eine Seite zusammen, ohne eine Zeile zu programmieren.
Zwei Dinge haben uns umdenken lassen. Erstens wird der Block-Editor, den WordPress selbst mitbringt, absehbar zum Standard — wer heute auf einem Baukasten baut, baut auf etwas, das daneben steht. Zweitens ist uns bei einem gekauften Theme kurz nach dem Kauf der Preis drastisch erhöht worden. Was unsere Kunden sehen, soll nicht davon abhängen, was sich ein Dritter als Nächstes überlegt.
Also haben wir das Theme selbst geschrieben.
Was ein Baukasten hinterlässt#
Der überraschendste Teil des Umbaus hatte mit Gestaltung nichts zu tun. Er steckte in der Datenbank.
Seitenbaukästen legen ihre Einstellungen und das erzeugte Markup in WordPress ab — in den Optionen, in den Metadaten jedes Beitrags, in einer eigenen Vorlagenbibliothek. Solange der Baukasten läuft, merkt man davon nichts. Er wächst nur mit.
In unserer Datenbank fanden wir 876 Einträge eines Baukastens, den wir vor Jahren einmal getestet und danach nie wieder benutzt haben. Dazu 3.053 gespeicherte Zwischenstände von Beiträgen mit 17.543 zugehörigen Metadaten.
Was das ausmacht, in Zahlen:
- Datenbank insgesamt: 128,6 → 51,7 MB
- Tabelle der Beitrags-Metadaten: 51,5 → 2,8 MB (19.606 → 4.553 Zeilen)
- Tabelle der Beiträge und Seiten: 30,4 → 2,8 MB
- Optionen, die WordPress bei jedem Seitenaufruf lädt: 567 → 113 KB
Der letzte Punkt ist der wichtigste. Diese Optionen werden nicht irgendwann gelesen, sondern bei jedem einzelnen Aufruf — von jedem Besucher, für jede Seite.
Was wir sonst noch gefunden haben#
Die Mediathek. 790 Bilder lagen als PNG und JPG vor. Umgestellt auf WebP — und zwar Datei für Datei in beiden Verfahren erzeugt, behalten wurde jeweils die kleinere: 57,9 → 15,4 MB, 73 Prozent gespart. Bei Flächengrafiken wie Bildschirmfotos und Zeichnungen ist die verlustfreie Fassung meist sogar kleiner und pixelgenau.
Die Schriften. Statt die kompletten Schriftdateien auszuliefern, haben wir sie auf die Zeichen reduziert, die eine deutschsprachige Seite braucht: 1,68 MB → 126 KB. Umlaute, ß, Eurozeichen und typografische Anführungszeichen sind geprüft enthalten.
Das Stylesheet. Ausgeliefert wird nur noch die verdichtete Fassung: 28,1 → 10,9 KB. Die Kommentare im Quelltext waren dreieinhalbmal so umfangreich wie das CSS selbst — und lagen vorher öffentlich abrufbar auf dem Server.
Die Zahl, die uns am meisten überrascht hat#
Nach dem Umbau haben wir gemessen, was eine einzelne Seite tatsächlich an Gestaltungsdateien lädt. Unsere beiden eigenen Stylesheets machen zusammen drei Prozent davon aus.
Die übrigen 97 Prozent kamen aus dem Baukasten, einem zugekauften Menü, dem Einwilligungsbanner und einem Symbolsatz, den WordPress im Frontend gar nicht braucht. Zusammen rund 370 KB, die auf jeder Seite mitgeliefert wurden.
Das ist der Punkt, an dem Optimierung anfängt — nicht bei den eigenen Dateien, sondern bei denen, die man nie angesehen hat.
Was noch dazugehört hat#
- Barrierefreiheit nach WCAG 2.2 AA als Untergrenze. Jede Textfarbe auf jedem Untergrund nachgemessen, ebenso jede Seite auf drei Bildschirmbreiten — kein waagerechter Überlauf, kein Textelement unter seiner Anforderung.
- Tote Links. Alle internen Ziele geprüft und die gefundenen Fehlstellen behoben, darunter ein Link im Fußbereich, der ins Leere führte.
- Erreichbarkeitszeiten im Fußbereich — die Angabe, die ein Anrufer wirklich sucht und die auf den wenigsten Systemhaus-Seiten steht.
Mit KI gebaut, von Menschen freigegeben#
Der Umbau ist mit KI-Unterstützung entstanden — beim Programmieren, beim Aufbereiten von Inhalten, beim Messen. Das steht auch unten auf jeder Seite dieser Website.
Was dabei nicht der KI überlassen wurde: die Entscheidungen und der Text. Jeder Satz ist von einem Menschen gelesen und freigegeben worden, und mehr als einer ist dabei rausgeflogen, weil er gut klang und nicht stimmte. Genau das ist die Arbeit, die bleibt — sie verschwindet nicht, sie verschiebt sich vom Schreiben ins Prüfen.
Wie wir das halten, steht ausführlich unter Programmierung mit KI.
Und warum das für Sie interessant ist#
Weil wir es nicht als Einzelstück gebaut haben.
Die Grundlage besteht aus zwei Schichten: einem markenneutralen Basis-Theme, in dem Seitengerüst, Abstände, Barrierefreiheit und Bedienung stecken — und darüber einer dünnen Schicht mit den Werten einer Marke: Farben, Schriften, Logo. Die Blöcke, aus denen die Seiten bestehen, liegen in einem eigenen Plugin und sind für alle gleich.
Für uns heißt das: Was wir einmal verbessern, wirkt überall. Für Sie heißt es, dass wir Ihnen dieselbe Grundlage bauen können, ohne bei null anzufangen — mit Ihren Farben, Ihrer Schrift, Ihrem Logo und ohne Lizenz, die jemand anders nächstes Jahr neu bepreist.
Wenn Sie wissen wollen, was in Ihrer Seite steckt: Wir sehen nach und sagen Ihnen, was davon Sie brauchen. Mehr dazu unter Internet-Auftritt.