Auf einen Blick
- Eine gefälschte Apple-Mail meldet eine Anmeldung bei iCloud aus Nigeria.
- Sie sieht der echten Benachrichtigung von Apple zum Verwechseln ähnlich. Absender und Datum verraten sie.
- Nicht auf den Link klicken. Wer sein Konto prüfen will, ruft apple.com selbst auf.
Freitagvormittag, kurz nach elf. Bei uns im Postfach liegt eine Mail von Apple. Jemand habe sich bei iCloud angemeldet, über einen Webbrowser, aus Nigeria. Wer das nicht gewesen sei, solle so schnell wie möglich sein Passwort ändern. Darunter ein blauer Link: „Apple Account verwalten“.

Geklickt haben wir nicht. Aber wir haben genau hingesehen, und das lohnt sich bei dieser Mail, denn sie ist gut gemacht.
Apple verschickt solche Nachrichten nämlich wirklich. Wer sich im Browser bei iCloud anmeldet, bekommt kurz darauf fast denselben Text. Wer die echte Mail schon einmal gesehen hat, erkennt sie wieder. Genau darauf setzen die Absender.
Woran man die Fälschung erkennen kann#
Falscher Absender#
Oben steht „Apple“. Das ist nur der Anzeigename, den kann jeder einfach eintragen, wenn er eine Mail verschickt. Entscheidend ist die Adresse dahinter. Sie beginnt mit „vancouve“ und hat mit Apple nichts zu tun. Echte Mails von Apple kommen von Adressen, die auf apple.com enden.
Ein Datum aus Amerika#
„10/16/2026 09:13:12 am“ steht in der Mail. So schreibt man in den USA, Monat vor Tag, mit „am“ für den Vormittag. Mitten in einem deutschen Text fällt das auf. Apple schreibt einem Konto in Deutschland ein deutsches Datum.
Auch Nigeria ist kein Zufall. Der Ort soll erschrecken. Wer erschrickt, klickt, bevor er auf den Absender schaut.
Unten im Kleingedruckten steht übrigens Apples echte Anschrift in Irland, sauber abgeschrieben. Daran lässt sich die Fälschung nicht erkennen.
Was hinter dem Link wartet#
In solchen Fällen keine Seite von Apple, sondern eine Kopie der Anmeldeseite. Wer dort Adresse und Passwort einträgt, schickt beides an die Absender. Mit einem iCloud-Konto kommt man an Fotos, Kontakte und Nachrichten, oft auch an die Ortung der Geräte.
Wohin ein Link führt, zeigt Outlook, wenn man mit der Maus darüberfährt, ohne zu klicken. Steht dort keine Adresse von apple.com, ist die Mail ein Fall für den Papierkorb.
Was Sie tun können#
Nicht klicken. Wer wissen will, ob mit seinem Konto alles stimmt, tippt apple.com selbst in den Browser oder schaut auf dem iPhone in den Einstellungen nach, welche Geräte angemeldet sind. In Outlook lässt sich die Mail als PhishingNachrichten, die aussehen wie von einem Absender, dem Sie vertrauen, und nach Zugangsdaten fragen. melden, danach kann sie weg.
Und wenn es schon passiert ist? Dann sofort das Passwort ändern, über apple.com und nicht über die Mail. Die Zwei-Faktor-Anmeldung einschalten, falls sie noch fehlt. Wo dasselbe Passwort sonst noch im Einsatz ist, dort ebenfalls. Peinlich muss das niemandem sein. Es passiert jeden Tag Leuten, die sonst sehr genau hinsehen – aber es ist mehr als ärgerlich!