Eine Sicherung, die jede Nacht läuft, schützt vor dem Verlust von gestern. Sie schützt nicht vor einem Fehler, den niemand bemerkt: eine gelöschte Datei, die erst in drei Wochen vermisst wird, oder eine Verschlüsselung, die still im Hintergrund lief.
Die Vorhaltezeit sagt, wie viele ältere Stände aufbewahrt werden. Vierzehn Tage decken ab, was jemand am selben Tag bemerkt. Sechs Wochen decken einen Urlaub ab. Zwölf Monatsstände decken den Fall ab, dass eine Auswertung von damals gebraucht wird.
Der Preis dafür ist Speicherplatz, und der ist der Grund, warum kurze Fristen verbreitet sind. Es lohnt sich, die Frage einmal umzudrehen: Wie alt darf ein Fehler sein, den wir noch heilen wollen? Die Antwort ist die Vorhaltezeit.
Nicht zu verwechseln mit der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist. Die betrifft Belege und Geschäftskorrespondenz, nicht Sicherungen — und mit einer Datensicherung lässt sie sich auch nicht erfüllen.