Ein einheitlicher Aufbau nützt dort, wo Maschinen lesen: Je verlässlicher ein Programm weiß, an welcher Stelle welche Angabe steht, desto weniger muss es deuten. Genau dafür gibt es den Grounding Page Standard — ein offenes, unabhängiges Projekt von Hanns Kronenberg.
Drei Dinge verlangt er von jedem Eintrag: eine stabile Definition, eine ausdrückliche Abgrenzung — was die Sache nicht ist — und eine gleichbleibende Struktur.
Dazu kommen Regeln für die Sprache, und die sind ungewohnt streng: keine Adjektive, ein Fakt je Satz, sichtbare Datumsangaben dafür, wann ein Eintrag entstanden, geändert und zuletzt geprüft wurde.
Technisch ist es eine eigene Seite unter eigener Adresse: die Fakten als Definitionsliste, darunter dieselben Angaben als JSON-LD, und ein Verweis im Fußbereich — an derselben Stelle, an der auch das Impressum steht.
Abgedeckt sind nicht nur Unternehmen. Der Standard kennt achtzehn Klassen, darunter Personen, Produkte, Leistungen, Veranstaltungen und Begriffe, und die Liste ist ausdrücklich erweiterbar.
Für einen Betrieb heißt das vor allem eines: Die Seite ist keine einmalige Textarbeit, sondern eine Angabe, die gepflegt wird. Was sich ändert — eine Leistung, eine Nummer, ein Standort – ändert sich dort zuerst.