Glossar

DNS

Ein Server hat keine Adresse, die man sich merken kann, sondern eine Nummer — seine IP-Adresse. Menschen merken sich Namen, Maschinen brauchen Nummern. Das Domain Name System bringt beides zusammen: Sie tippen muv.com, und das DNS nennt Ihrem Rechner die Nummer dahinter.

Das Bild dazu ist das Telefonbuch, und es trägt weiter, als es zuerst scheint. Früher hat man eine Nummer nachgeschlagen und gewählt. Heute tippt man einen Namen ins Telefon und ruft eine Person an — gewählt wird trotzdem die Nummer, sie ist nur nicht mehr zu sehen. Beim DNS ist es genauso: Die Nummer ist noch da, nachgeschlagen wird sie nur von jemand anderem.

Was daraus folgt, merkt man erst im Störungsfall. Antwortet das DNS nicht oder nennt es eine veraltete Nummer, ist die Website nicht kaputt — sie ist nur nicht zu finden. Das ist der Unterschied zwischen „der Server ist aus“ und „niemand kennt seine Nummer“, und er entscheidet darüber, wo man mit der Suche anfängt.

Jeder Eintrag hat eine Gültigkeitsdauer, im Fachwort TTL. Solange sie läuft, merkt sich jeder Rechner die alte Auskunft. Deshalb sehen bei einem Umzug die einen schon die neue Seite, während die anderen noch auf der alten sind — das ist kein Fehler, sondern die Frist, die man vorher verkürzt, wenn man den Umzug plant.

Im DNS steht mehr als die Adresse der Website. Dort steht auch, welcher Server die Post für eine Domain annimmt und welche Absender in ihrem Namen versenden dürfen — SPF, DKIM und DMARC sind Einträge im DNS.